Konzeption der Zukunftswerkstatt

Vorwort

Der Träger „Familiennetzwerk Hanau e.V.“ gründete 2003 im Rahmen einer Elterninitiative und steht mit seinem ersten privaten Hort in Hanau, dem Hort Uferstraße  und der 2009 eröffneten Zukunftswerkstatt,  im besonderen Maße für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unser, durch die Stadt Hanau gefördertes Betreuungsangebot, besteht aus zwei Horteinrichtungen. Das Angebot des Hortes Uferstraße richtet sich  an 1. und 2. Klässler, während die Zukunftswerkstatt speziell auf die Bedürfnisse der Schüler bis zum Alter von 10 Jahren zugeschnitten ist. Die berufsfreundlichen Öffnungszeiten bis 18.00 Uhr und die ganzjährige Öffnung der Einrichtungen mit pädagogischem Ferienprogramm sowie die Umsetzung von Partizipation, Bildungsarbeit und bedürfnisorientierter Raum – und Alltagsgestaltung  zeichnen das Familiennetzwerk aus.

Mit seinem eingeschlagenen Weg hat sich unser Verein zu einem starken und anerkannten Partner in der Hanauer Kindertagesbetreuung entwickelt und betreut nun ca. 50 % aller Steinheimer Hortkinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Mit dem Hanauer Seifenkistenrennen verwirklichen wir zusätzlich noch die Idee der gemeinsamen, generationsübergreifenden Freizeitgestaltung in der Familie und bieten eine stadtteilorientierte Großveranstaltung.

Die Erarbeitung dieser Konzeption erfolgte 2015/2016 unter der Beteiligung aller ErzieherInnen, aller Küchenkräfte, aller PraktikantInnen, Honorarkräften und unter Mitwirkung des Vorstandes und einer externen Beraterin. Unter der Federführung von Lena Naumann, Erziehungswissenschaftlerin und Jennifer Outzen, Erzieherin und angehender Sozialpädagogin wurden alle anstehenden Themen basisdemokratisch erarbeitet und im Team verinnerlicht.

Das Leitbild des Trägers

Das Familiennetzwerk Hanau e. V. ist eine konfessionslose, pädagogische Einrichtung mit Platz für insgesamt 45 Kinder im Altern von 6-10 Jahren in zwei Horteinrichtungen.

Unsere Schwerpunkte liegen:

  • auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • in der Förderung der Bildung und Lernkompetenzen
  • in der Partizipation von Kindern und Familien
  • in der pädagogischen Freizeit- und Feriengestaltung

Wir orientieren wir uns an den Bedarfen der Elternschaft (z.B. hoher Anteil von Berufs-tätigkeit der Eltern) und bieten dafür ganzjährige Öffnungszeiten von 10.00 – 18.00 Uhr. In den Schulferien und an beweglichen Ferientagen öffnen wir bereits um 8.00 Uhr und bieten ein abwechslungsreiches Programm.

Wir wollen die bestmöglichsten Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Kinder zu eigenständigen, sozialen Persönlichkeiten entwickeln können. Wir sehen unsere Hort-einrichtungen als ein Lebens- und Erfahrungsaustauschbereich in Ergänzung zur Familie und Schule. Wir wollen Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich fördern, indem wir individuelle und qualifizierte pädagogische Betreuung anbieten und so Familien in ihrem Erziehungsauftrag und bei der Vereinbarung von Familie und Beruf unterstützen.

Unsere pädagogische Arbeit, d. h. die Erziehung, Begleitung, Bildung und Betreuung von Schulkindern hat das Ziel, die Kinder für die Zukunft stark zu machen und ihnen Ressourcen und Möglichkeiten für die Bewältigung der Gegenwart zu vermitteln. Mit großzügigen und kindgerechten Räumlichkeiten, qualifiziertem Personal und unterschiedlichsten Möglich-keiten zur Entfaltung schaffen wir die Rahmenbedingungen für Kinder, um ihre Persönlichkeitsentwicklung zu stärken.

Der Rechtsträger

Das Familiennetzwerk Hanau e.V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, gegründet am 23.01.2003 von 17 Gründungsmitgliedern auf der Suche nach nachschulischer Tages-betreuung. Der Verein ist umfassend etabliert und hat sich zu einer tragenden und qualitativ hochwertigen Säule für den Bereich der Schulkinderbetreuung entwickelt. Wir sind Kooperationspartner des Eigenbetriebs Kindertagesbetreuung der Stadt Hanau und arbeiten mit diesem zusammen im besten Sinne unter Wahrung der inhaltlichen Eigenständigkeit.

Der von den Mitgliedern gewählte Vorstand vertritt den Verein in allen Belangen bei der Interessengemeinschaft Steinheimer Vereine und Verbände (IgSV) und ist mit Vertretern aktiv am Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung der Stadt Hanau beteiligt. Das Familiennetzwerk Hanau e.V. ist Mitglied beim:

 Baumittelvergabeausschuss für Kindertagesstätten der Stadt Hanau

  • Mitglied im Arbeitskreis Freier Träger KiTas
  • bei der Steinheimer Nachbarschaftshilfe

Darüber hinaus gewinnen wir starke Partnerschaften mit:

  • der Sparkasse Hanau
  • der Frankfurter Volksbank
  • der Fraport am Frankfurter Flughafen
  • den Stadtwerken Hanau
  • den Firmen Hessengarage, WeGo Systembaustoffe und der Flexa GmbH.

Beim jährlichen Sponsorenveranstaltung des Vereins werden diese Partner, der Ortsbeirat, Vertreter der IgSV, Politiker der Hanauer Stadtverordnetenversammlung und Vertreter von Hanau-Marketing Bereich Stadtentwicklung eingeladen und erhalten umfassend Informationen über die Arbeit des Vereins.

Die oben erwähnten Partnerschaften tragen in starkem Maße dazu bei, dass der Verein seit nunmehr 6 Jahren Ausrichter von Deutschlands größtem Seifenkistenrennen ist, eine 2-tägige Großveranstaltung, die den vereinszugehörigen Kinder, deren Eltern, den Mitarbeitern und dem Vorstand als Team ein enormes Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt.   

Der Verein und seine Mitglieder

In den Verein aufgenommen werden Eltern, die mit dem Verein einen Betreuungsvertrag für ihr Kind eingehen. Als Mitglieder bilden sie in der Mitgliederversammlung das höchste Entscheidungsgremium des Vereins, wählen einen Vorstand und beauftragen diesen mit der Wahrnehmung ihrer Interessen. Ergebnisse dieser Interessenwahrnehmung sind u.a. die lange Öffnungszeit bis 18 Uhr und die geringen Schließungszeiten. In den verpflichtenden Mitgliederversammlungen können alle Eltern und Mitglieder ihre Belange anbringen. Dafür wird 2 Wochen vorher eine Einladung per Mail und als Aushang zur Information raus.

Der Vorstand des Vereins wird alle zwei Jahre auf einer jährlich stattfindenden Mitglieder-versammlung neu gewählt. Der Vorstand besteht in seiner Besetzung aus:

  • 1. Vorsitzender
  • 2. Vorsitzender
  • Kassierer/in
  • Controller/in
  • Schriftführer/in
  • Und bis zu 3 Beisitzer.
Der Verein und seine Mitarbeiter Zukunftswerkstatt

Mitarbeiter

Funktion

1 ErzieherIn in VZ/TZ 

Gesamtleitung/stv. Gesamtleitung beider Horte;  Leitung Zukunftswerkstatt, Betreuung, Administration, Kinderschutz-beauftragte/r, Verwaltung & Pflege Homepage/Facebook, Hortkonferenz, Entwicklung Ferienpläne

 

1 ErzieherIn in VZ/TZ

Betreuung, Praxisanleitung für PraktikantInnen und ErzieherInnen im Anerkennungsjahr, jährl. Kontrolle Feuerlöscher HU/ Zkw, Organisation der Brandschutzübungen HU/Zkw, Organisation Gewaltprävention/ 1. Hilfe für Kinder

 

1 ErzieherIn im Anerkennungsjahr

 

2 Honorarkräfte

Hausaufgabenbetreuung, Ferienbetreuung

1 Praktikant/innen

Auszubildende/r

1 Leiterin Hauswirtschaft

Erstellen Essenspläne, Küchen-, Putzmittel- und Lebensmitteleinkauf, Führen Kassenbuch für Küchen-Kasse, Hygienebelehrung,  Kochen, Einsatzplanung Küchen- und Reinigungspersonal, Verwaltung der Rezepte

1 Reinigungskraft

Reinigung

Der Verein und seine Finanzstruktur

Der Verein Familiennetzwerk Hanau e.V. finanziert sich durch Betreuungsgebühren, Verpflegungs- und Vereinsbeiträge der Mitglieder, sowie Spenden, Zuwendungen und Zuschüsse von der Stadt Hanau, dem Land Hessen und Dritten (z.B. Stiftungen). Darüber hinaus werden Einnahmen durch die Teilnahme oder die Ausrichtung von Veranstaltungen generiert.

Die Mittel des Vereins „Familiennetzwerk Hanau e.V.“ dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

Die Finanzierung der Betriebskosten der beiden Kindertagesstätten zeigt das u.a. Schema anhand von fiktiven Zahlen. Die Höhe der Betreuungsgebühren ist immer an die Kita-Gebühren-Ordnung der Stadt Hanau gekoppelt. Die Zuschüsse des Landes Hessen sind nicht fix, sondern ändern sich immer gemäß aktueller Rechtslage.

Mit der Stadt Hanau gibt es einen Vertrag, der basierend auf einem vereinbarten Kostenmodell die Bezuschussung der ungedeckten Kosten in Höhe von 80 % sicherstellt. Die restlichen 20 % bzw. die restlichen Kosten bis zur Höhe der tatsächlichen Istkosten werden aus Vereinsmittel gedeckt. Dafür werden vor allem die Vereinsbeiträge herangezogen.

Die Aufwendungen für Verpflegungen werden in Form von Verpflegungsbeiträgen von den Eltern getragen. 

Die Anschaffung von nicht im mit der Stadt Hanau vereinbarten Kostenrahmen enthaltenen Aufwendungen für Ausstattung oder sonstige Investitionen (z.B. Außengelände) werden auf Antrag und Genehmigung durch die Stadt HU von dieser zu 50 % bezuschusst. Die Finanzierung des nicht bezuschussten Anteils der Kosten übernimmt der Verein. Dafür werden Vereinsbeiträge, Überschüsse aus Veranstaltungen und auch nicht zweckgebundene Spenden eingesetzt. Zweckgebundene Spenden werden nur für den definierten Zweck eingesetzt.    

Die gesetzlichen Grundlagen

Die bundesgesetzlichen Vorgaben für Kindertageseinrichtungen bilden die Handlungs-grundlage des Familiennetzwerks Hanau e.V.  Mit unserer pädagogischen und strukturellen Ausgestaltung leisten wir unseren Teil zur Erfüllung aller Anforderungen zum Wohle der Kinder und Familien.

Die Konzeption ist eine unverzichtbare Maßnahme zur Qualitätssicherung und im Rahmen des BKiSchG (Bundeskinderschutzgesetzes) ist eine schriftliche Konzeption vom Gesetzgeber verpflichtend gemacht. Dabei werden die folgenden rechtlichen Grundlagen miteinbezogen:

-          Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII ( § 45, 22, 8a/b)
-          Hessisches Kinder und Jugendhilfegesetzbuch (HKJB insb. § 25-28)
-          Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG)
-          UN-Kinderrechtskonvention

Gemäß des Kinderschutzgesetztes und den Vorgaben des § 45 SGB VII gewährleisten wir die Sicherung von Kinderrechten und Beteiligung von Kindern. Des Weiteren geben wir Möglichkeit zur Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten und legen viel Wert auf professionelle Qualität des Personals und der pädagogischen Arbeit.

Insbesondere die § 25-27 des HKJBhaben für unsere pädagogische Arbeit eine tragende Rolle. Durch differenzierte Bildungs- und Erziehungsarbeit wollen wir die geistige, seelische und körperliche Entwicklung der Kinder anregen und allen die gleichen Entwicklungschancen bieten. Dafür arbeiten wir partnerschaftlich mit Erziehungsberechtigten zusammen.

Gemäß den § 8a/b erfüllen wir unseren Schutzauftrag durch die Zusammenarbeit mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft der Stadt Hanau, einem standardisiertem Ablaufbogen bei Einschätzung und Erkennung von Kindeswohlgefährdung sowie Fortbildungen und Team-sitzungen zum Thema.

Die Bedarfssituation und die Zielgruppe

Unsere Zielgruppe sind Hanauer, insbesondere Steinheimer Schulkinder vom ersten bis einschließlich vierten Schuljahr. Die Betriebserlaubnis beinhaltet für den Hort Uferstraße 20 und für die Zukunftswerkstatt 25 Vollzeitplätze täglich. Dabei kann zwischen 3-, 4-, und 5-Tagesplätzen gewählt werden. Die Ferien werden ganzjährig mit pädagogischem Ferienprogramm gestaltet.

Der Hort Uferstraße liegt, frei von Durchgangsverkehr, in einer  Grünzone unmittelbar am Mainufer. Ein Spielplatz ist etwa 300 Meter entfernt; die nächste Bushaltestelle der Linie 4 ist etwa 100 Meter entfernt. Der Schulweg von der Geschwister-Scholl-Schule zum Hort Uferstraße beträgt 1,2 Kilometer; der Schulweg von der Theodor-Heuss-Schule zum Hort Uferstraße beträgt 350 Meter.

Die  Zukunftswerkstatt liegt im südöstlichen Bereich von Steinheim mit hervorragender Bus- Anbindung zu beiden Schulen. Der Fußweg von der Geschwister-Scholl-Schule zur Pfaffen-brunnenstraße beträgt 1,7 Kilometer, der von der Theodor-Heuss-Schule zur Pfaffen-brunnenstraße  850 Meter. Steinheim ist von der Infrastruktur her voll erschlossen und die Anbindungen an die S-Bahn nach Hanau oder Offenbach / Frankfurt sind sehr gut. Über die B43A und die A3 sind die nächstgrößeren Städte wie Offenbach, Frankfurt, Aschaffenburg in kürzester Zeit zu erreichen. Signifikant für Steinheim mit etwa 13.000 Einwohnern ist, dass Neubürger/innen jeweils zur Hälfte aus dem europäischen und nicht-europäischen Ausland zuziehen. Sie treffen auf einen Kern, oftmals über Generationen verwurzelter Steinheimer und schaffen die Vernetzung einer vielfältigen Bevölkerungsstruktur  insbesondere über die  mehr als 60 Vereine, deren kulturelles, ideelles und sportliches Angebot im Stadtteil einzigartig für Hanau  ist.

Regelungen im organisatorischen Bereich

Die Verpflegung

In unserer gut ausgestatteten Küche in der Zukunftswerkstatt wird täglich von zwei hauswirtschaftlichen Kräften (25,0 Std. + 20,0 Std.) frisch gekocht.

Unser gemeinsames Mittagessen findet in beiden Einrichtungen um 13:00 Uhr statt. Den Kindern, die später aus der Schule kommen, wird das Essen warmgehalten oder nach Bedarf erwärmt. Um 15:30 Uhr gibt es für alle einen Snack.

Der wöchentlich wechselnde, von den hauswirtschaftlichen Kräften erstellte, Speiseplan richtet sich nach den Richtlinien der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung).

Das täglich frisch zubereitete Mittagessen besteht aus einem Hauptgericht, welches durch Salat oder Nachtisch ergänzt wird. Wir achten auf ein ausgewogenes Verhältnis von Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Beilagen und Süßspeisen. Wir bevorzugen frische, regionale Produkte. Der Snack besteht aus Obst, Gemüse, Müsli und manchmal gibt etwas Süßem. Geburtstagskinder dürfen sich ein Essen wünschen.

In den Ferien bieten wir außerdem um 9:30 Uhr ein vollwertiges Frühstück an.

Bei Ausflügen, die in den Ferien stattfinden, wird ein Lunchpaket für jedes Kind mitgegeben.

Beiträge & Vertragszeitmodelle

Durch unseren Anspruch Familie und Beruf bestmöglich miteinander vereinen zu können bieten wir flexible Betreuungsmodelle an. Es kann zwischen 3-, 4-, und 5-Tagesverträgen gewählt werden. Die Betreuungstage sind hierbei allerdings festgelegt, um den Kindern feste Strukturen und Sicherheit zu bieten und für uns eine gewisse Planungssicherheit zu erhalten.

Die monatlich zu zahlenden Kosten errechnen sich aus Betreuungskosten, Verpflegungs-kosten und dem Mitgliedsbeitrag.

Bring – und Abholzeit

Die Kinder laufen nach der Schule gemeinsam in Gruppen zum Hort. Die ErzieherInnen sind  über die jeweiligen Stundenpläne der Kinder und über die Ankunftszeiten der Gruppen informiert und reagieren sofort, falls eine Gruppe verspätet ankommt. Wir befragen die anderen Kinder, halten Rücksprache mit der Schule und informieren gegebenenfalls die Eltern.

Wir haben im Hort keine festgelegten Abholzeiten oder -regelungen. Die Kinder können jederzeit nach Ankunft im Hort abgeholt werden, wir haben bis 18:00 Uhr geöffnet. Wir möchten aber ausdrücklich darüber informiert werden, falls das Kind von jemand anderem als den Eltern oder den im Erfassungsbogen eingetragenen abholberechtigten Personen das Kind abholen möchte. 

Infektionsschutz, Hygiene und Sicherheit

Wie alle (pädagogischen) Einrichtungen unterliegen wir den rechtlichen Grundlagen. In unseren Einrichtungen werden in Bezug auf Infektionsschutz, Hygiene und Sicherheit folgende Maßnahmen getroffen:

Wie alle (pädagogischen) Einrichtungen unterliegen wir den rechtlichen Grundlagen. In unseren Einrichtungen werden in Bezug auf Infektionsschutz, Hygiene und Sicherheit folgende Maßnahmen getroffen:

Infektionsschutz und Hygiene

  • Regelmäßige Belehrung der Mitarbeiter gemäß § 35 IfSG und §43 IfSG
  • 1x jährlicher Elternbrief in Bezug auf § 34 Absatz 5 IfSG inklusive
  • Informationspaket in Bezug auf Impfungen mit aktuellen Empfehlungen und einem Impfkalender
  • Alle Mitarbeiter sind über den Vorgang bei meldepflichtigen Krankheiten gemäß § 34 (6) IfSG informiert
  • Einhaltung der Reinigungs- und Desinfektionspläne
  • Regelmäßige Überprüfung der Erste-Hilfekästen
  • Alle 2 Jahre besuchen die Mitarbeiter eine 1.Hilfeschulung
  •  1x jährlich wird der Hygieneplan überprüft und ggf. aktualisiert
  • Ansteckende Krankheitsfälle werden anonymisiert zur Elterninformation ausgehängt/per Mail versendet
  • Infomaterial für Eltern und Kinder im Eingangsbereich
  • Gesundheitserziehung mit den Kindern
  • Die Küche unterliegt besonders strengen Hygienevorschriften (s. Hygieneplan)

Sicherheit

Um die Sicherheit aller Kinder und Mitarbeiter zu gewährleisten treffen wir neben den oben genannten Punkten u.a. folgende Maßnahmen:

  • Regelmäßige Überprüfung unserer Außenspielgeräte und der Inneneinrichtung
  • Abzäunung/Umzäunung des Geländes
  • Ausstattung der Einrichtungen mit Fluchttüren
  • Regelmäßige Wartung der Feuerlöscher
  • Brandschutzerziehung
  •  Räumungsübungen in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr
  • Brandschutzhelfer in jeder Einrichtung
  • Beauftrage für Arbeitssicherheit
  • Ausreichendes Personal zur Abdeckung der Aufsichtspflicht
  • Einhaltung des Kinderschutzkonzeptes

Wir arbeiten dabei mit der Stadt Hanau, der Feuerwehr, der Polizei wie auch mit Materialen der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege).

Mit den Kindern wird das Thema Sicherheit in unterschiedlichen Variationen und altersangemessen bearbeitet:

  • Straßenverkehr
  • Unfallverhütung
  • Projektarbeit
  • Gefahrenaufklärung

Datenschutz

Die Datenschutzrichtlinien sind uns bekannt und werden in vollem Umfang eingehalten. Wir schätzen die Privatsphäre jedes einzelnen und geben keine Daten, wie Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Kontakt, usw. unerlaubt an Dritte weiter.

Die Verwendung von Fotoaufnahmen der Kinder wird in einem Fragebogen an die Eltern mit Eintritt in den Hort abgefragt. Wir akzeptieren und tolerieren die Einstellung und Haltung der Eltern in jedem Fall und respektieren die Grenzen jedes einzelnen. (s. Anhang 4)

Das Pädagogische Konzept

Die pädagogische Grundhaltung

Die Anforderungen der heutigen Gesellschaft und der (späteren) Arbeitswelt verlangen die aktive Gestaltung von sozialen Beziehungen und ein hohes Maß an Flexibilität und Sozialkompetenz. Unserem Förderungsauftrag entsprechend wollen wir unseren Teil dazu beitragen Kinder gut auf die Zukunft vorzubereiten und sie bei der Bewältigung von aktuellen Entwicklungs- und Lernaufgaben zu unterstützen und zu fördern.

Mit unseren Einrichtungen wollen wir einen Rahmen schaffen, in dem Kinder sich wohl und geschätzt fühlen. Nur durch eine emotional starke Basis und einen geschützten Raum können sich Kinder öffnen und sich trauen, ihre Sorgen und Beschwerden zu kommunizieren. Neben der Förderung des Sozialverhaltens ist die Stärkung des Selbstwertgefühls dabei eines unserer wichtigsten Ziele. Im Grundschulalter festigen Kinder ihr Selbstbild. Durch Akzeptanz und Wertschätzung als Grundpfeiler unserer pädagogischen Arbeit wollen wir ein gesundes Selbstbewusstsein aller Kinder fördern.

Dazu gehört es für uns eine gute Gesprächs- und Kommunikationskultur zu pflegen, Konfliktregelungen zu vermitteln sowie Toleranz und Empathievermögen zu fördern. Das Erleben der eigenen Autonomie und Selbstwirksamkeit und der damit verbundenen Einflussmöglichkeiten auf die eigene Umwelt und die Gemeinschaft sind  wichtige Aspekte für Kinder im Grundschulalter. Kinder beginnen ihre Umwelt kritisch zu hinterfragen, entwickeln eigene Standpunkte und setzen sich mit den neuen und anhaltenden  Anforderungen des Settings „Schule“ auseinander. Mit unser pädagogischen Arbeit wollen wir Kinder dabei unterstützen mit den Leistungsanforderungen sowie Erfolgen/Misserfolgen umzugehen, Problemlösungsstrategien auszuprobieren und sowohl eigenständig wie auch im Team zu lernen, zu arbeiten und ihre Zeit zu verbringen.

Einen weiteren Grundpfeiler bilden dabei die Mitbestimmungsrechte von Kindern. (Siehe Partizipation)

Das Bild vom Kind

Ganz gleich wie alt du bist - Ganz gleich wo du herkommst - Ganz gleich zu wem du betest -

 DU bist wertvoll und wir schätzen dich!

Wir sehen Kinder als gleichwertige Persönlichkeiten, die wir in  all ihren Individualitäten annehmen und respektieren. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Nationalität, Kultur, Herkunft oder Behinderungen sehen wir Kinder in ihren vielfältigen Fähigkeiten und Kompetenzen.

Du zauberst - verwandelst -  veränderst -  forschst -  philosophierst - und lernst

Alle Kinder sind Forscher und Entdecker. Sie eignen sich kontinuierlich neue Dinge an und erweitern ihren Horizont durch alle Entwicklungsbereiche hindurch. Dabei zeigen sie kreative Lösungswege und Bewältigungsstrategien. Wir gehen davon aus, dass Kinder mit – egal welchem - Verhalten versuchen, ihre Umwelt oder ihre Situation für sich zufriedenstellend zu bewältigen.

Dabei haben Kinder ihre eigene Weltsicht und bringen sowohl Erfahrungen wie auch spezifische Lebens- und Entwicklungsthemen mit in den Hort (Familie, Freunde, Medien, Schule…). Das Anliegen der Kinder ist es in diesen Themen ernstgenommen zu werden, sich mitzuteilen, auszutauschen und mitzugestalten. Kinder möchten sich ausprobieren, experimentieren und eigenständig Dinge erarbeiten.

Wir sehen Kinder als Träger von Rechten. Wir vertreten das Recht auf Gleichheit, das allen Kindern zusteht. Neben dem Recht auf Gleichheit haben Kinder das Recht auf Wohlbefinden und das Recht, sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren. Wir sehen Kinder aber nicht nur als Träger von Rechten, sondern wie jedes Mitglied der Gesellschaft/einer Gemeinschaft haben auch Kinder Aufgaben und Pflichten zu erfüllen. Wichtig ist uns dabei, dass Kinder lernen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und mit den Konsequenzen umzugehen.

Kinder haben Rechte – und auch Pflichten
Du hast das Recht darauf, dass man dir zuhört - hör‘ auch anderen zu
Du hast das Recht darauf dich im Hort wohlzufühlen -  sorg‘ dafür, dass sich auch andere wohlfühlen
Du hast das Recht in die Schule zu gehen -  nutze deine Möglichkeiten
Du hast das Recht auf Unterstützung - unterstütze auch andere Menschen
Du hast das Recht auf Mitbestimmung - trag‘ die Entscheidungen und Beschlüsse mit

Partizipation wird bei uns im Alltag gelebt. Besonders in den Hortkonferenzen wird das Recht auf Mitbestimmung, das Recht auf eigene Meinung und das Recht auf Teilhabe gewahrt. Alle Kinder können sich gleichermaßen einbringen und mitwirken. Denn wir sehen Kinder als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft, mit einer Stimme und einer eigenen Meinung.

Die Rolle der Fachkraft

Kinder als vollwertige Persönlichkeiten zu sehen bedeutet für uns, ihnen eine wert-schätzende Haltung entgegenzubringen. Wir behandeln sie mit Respekt, akzeptieren sie als vollwertige Mitglieder der Gruppe und nehmen sie in ihren Anliegen ernst.

Uns ist es wichtig ihnen als Vorbilder zu dienen und ihnen zu ermöglichen einen respekt-vollen Umgang miteinander zu erlernen. Sie sollen lernen nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen ernst zu nehmen und sich gegenseitig zu akzeptieren und zu tolerieren.

Außerdem begegnen wir Kindern im Dialog auf Augenhöhe. Wir versuchen die Wünsche und Anliegen der Kinder aus deren Perspektive zu betrachten und sie so besser zu verstehen.

Frag‘ uns, wir hören dir zu - uns ist es wichtig, was du sagst - erzähl‘ uns, was dich beschäftigt - verstehen wir nicht was du tust, erklär‘ es uns - zeig‘ uns deine Sicht der Dinge, wir sind aufmerksam wie es dir geht

Wir vertrauen in die Kompetenzen der Kinder und übergeben im Rahmen ihrer Möglich-keiten Verantwortung an sie. Unter anderem haben die Kinder verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungen. Sie decken regelmäßig den Tisch, haben verschiedene Dienste (Tischdienst, Zahnputzdienst) und übernehmen so nicht nur Verantwortung für sich, sondern auch für die Gruppe.

Außerdem treffen die Kinder im Rahmen von partizipatorischen Prozessen Entscheidungen, die wir unterstützen und versuchen bestmöglich mit ihnen umzusetzen. Beispielweise planen und organisieren die Kinder verschiedene Veranstaltungen und wirken bei der Planung und Umsetzung des Ferienprogramms mit.

Setzt euch zusammen – plant - diskutiert – überlegt Möglichkeiten
- übernehmt Aufgaben und Verantwortlichkeiten -
Ihr könnt etwas bewirken!

Wir eröffnen unterschiedliche Freiräume für die Themen der Kinder und führen regelmäßig Hortkonferenzen durch, in denen die Wünsche und Anliegen der Kinder im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, dass wir uns soweit zurückzunehmen, dass die Kinder diese Konferenzen nicht nur mit ihren Ideen füllen, sondern eigenständig moderieren, einen Hortsprecher wählen und einen Schriftführer bestimmen.

In unserer Rolle als Fachkraft orientieren wir uns an dem Leitsatz „So viel Zurückhaltung wie möglich, so viel Einmischung wie nötig“.

Wichtig ist uns bei der Durchführung der Hortkonferenz, dass sie von demokratischen Strukturen geprägt ist. Beispielsweise fundieren die Wahlen auf Mehrheitsabstimmungen.

Neben den von Kindern bestimmten Themen wollen wir auch Themen an die Kinder herantragen, die uns aus pädagogischer Sicht wichtig sind. Dadurch möchten wir ihnen die Möglichkeit bieten Neues kennenzulernen, ihren Horizont zu erweitern und gegebenenfalls neue Interessen auszuprägen. Wir sehen uns dabei als Ko-Konstrukteure, die die Bildungsprozesse von Kindern im Rahmen einer lernenden Gemeinschaft begleiten. Dazu gehören sowohl Lernprozesse in schulischer Hinsicht wie auch in alltäglichen, sozialen und lebenspraktischen Angelegenheiten. Bei anfallenden Problemen und Konflikten  halten wir unsere Meinungen und Lösungsvorschläge zunächst zurück und eröffnen den Kindern die Möglichkeit, eigene Lösungen zu entwickeln und auszuprobieren. Selbstverständlich schreiten wir gegebenenfalls ein und unterstützen den Prozess durch vielfältige Anregungen und Orientierung.

Im Hinblick auf die schulische Perspektive unterstützen wir Kinder bestmöglich, betreuen sie in der Hausaufgabensituation, setzen aber auf eine selbstständige Arbeitshaltung und versuchen sie zu viel Eigeninitiative zu ermutigen.

Doch nicht nur die Kinder können von uns lernen, auch wir sehen uns selbst als Lernende, die stetig in Lernprozesse eingebunden sind. Wir lernen vom Team, von Eltern, aber selbstverständlich auch von Kindern.

Schwerpunkte unserer Einrichtungen

Das Familiennetzwerk Hanau e.V. ist besonders auch bei Externen beliebt für seine Ferienprogramme. Doch wir legen nicht nur großen Wert auf die Ausgestaltung der Ferien und Ferienfreizeiten, sondern generell auf eine abwechslungsreiche Freizeitpädagogik. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Einrichtungen liegt in einer qualitativ hochwertigen Hausaufgabenbetreuung. Des Weiteren ist es eine Herzensangelegenheit Partizipation auszuleben. Diesen Schwerpunkt werden wir im weiteren Verlauf unter einem separaten Punkt erläutern.

Die Hausaufgaben

- Lernen muss gelernt werden  -

Dieses Angebot richtet sich an die Kinder der Hortgruppe. In der Kernzeit von 14 bis 16 Uhr werden die Kinder und Jugendlichen aller Schulformen in der Hausaufgabensituation individuell betreut und gefördert. Die Hausaufgabenbetreuung findet in einem gesonderten Arbeitsbereich innerhalb der Einrichtung statt, der sich durch Gruppen- und Einzel-arbeitsplätze sowie eine Lernbibliothek auszeichnet. Durch das Arbeiten in der Gruppe können die Kinder sich gegenseitig unterstützen und miteinander lernen. Trotzdem legen wir Wert auf Ruhe und Konzentration in der Hausaufgabensituation.

Mindestens zwei qualifizierte Fachkräfte stehen der Gruppe als AnsprechpartnerInnen zur Seite. Wir möchten jedem Kind einen Rahmen bieten, in dem es selbst herausfinden kann, wie es die Lernsituation optimal für sich selbst gestalten kann. Dabei sind wir unterschiedlichen Herangehensweisen gegenüber offen. So besteht die Möglichkeit Pausen an der frischen Luft einzulegen, in der Bibliothek oder im Internet zu recherchieren und sich die Hausaufgaben selbstständig aufzuteilen.

Mit unserer Hausaufgabenbetreuung verfolgen wir zwei Ziele:

  • Zum einen wollen wir die Kinder bei der Bewältigung der schulischen Anforderungen und des Lernstoffes gut unterstützen
  • Zum anderen wollen wir Lernkompetenzen und Methoden zum eigenständigen Lernen vermitteln

Besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung  von Planungsfähigkeit  (Arbeitsschritte planen, koordiniert und zielgerichtet arbeiten), der Stärkung der Problemlösefähigkeit (Umgang mit Misserfolg, Frustrationstoleranz, unterschiedliche Lösungen ausprobieren), Sicherheit in Bezug auf Medienkompetenzen (Informationsquellen suchen, nachfragen/ nachschlagen/ins Gespräch gehen) sowie das Unterstützen der Kommunikationsfähigkeit (Kontakt aufnehmen, Hilfestellungen annehmen, Erklärungen suchen).

Alle Hausaufgaben werden täglich kontrolliert und ggf. mit den Kindern gemeinsam verbessert. Abschließend werden die Eltern per Mitteilungsheft täglich über die Erledigung der Hausaufgaben und Lernstände informiert. In Absprache mit Eltern und Lehrkräften der jeweiligen Kinder unterstützen wir - im Rahmen unserer Möglichkeiten - Kinder mit besonderem Lernbedarf durch individuelle Regelungen und Lernformen. Freitags werden keine Hausaufgaben im Hort erledigt, damit die Eltern den Lernprozess der Kinder mitverfolgen können und die Möglichkeit bekommen, sie in der Hausaufgaben-situation zu begleiten. Außerdem entsteht so ein Tag in der Woche, an dem die Kinder mehr Freizeit im Hort ausleben können.  

Die Freizeitgestaltung

Neben der Hausaufgabenbetreuung haben die Kinder der Hortgruppe verschiedene Möglichkeiten der individuellen Freizeitgestaltung am Nachmittag.

  • Bewegung
  • Kreativität
  • Ruhe und Entspannung
  • Gespräche und Kommunikation

In der Kreativwerkstatt können die Kinder sämtliche Materialien frei zugänglich nutzen und mit Farben, Papier und unterschiedlichsten Materialen gestalten und experimentieren. An der großen Wandtafel können die Werke dann ausgestellt werden.

Um dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden haben wir ein Fußballfeld mit Tor im Außengelände sowie ein Trampolin, eine Tischtennisplatte, Federballspiele und einiges mehr. 

Im großen Aufenthaltsraum finden die Kinder einen Tischkicker, viele Gesellschaftsspiele sowie die Leselounge als Raum für Erholung und Entspannung. Damit kommen wir dem Bedürfnis vieler Kinder entgegen sich von Schulstress zu erholen. In der Freispielzeit finden viele individuelle und persönliche Gespräche statt, die die Beziehungen zwischen Erzieherinnen/ Erziehern und Kindern/ Jugendlichen sowie das Gruppengefühl stärken.

Des Weiteren haben wir eine Holzwerkstatt, einen Kräutergarten, Musikinstrumente, einen Bandprobenraum und noch einiges mehr, damit Kinder ihre Freizeit facettenreich gestalten können.

Die Ferien und Ferienfreizeit

In den Ferien werden alle Kinder von 8.00-18.00 Uhr in der Zukunftswerkstatt betreut. Neben den Kindern der Stammgruppe steht das Ferienprogramm auch externen Kindern und Jugendlichen offen. Diese können, unabhängig von einer Mitgliedschaft im Familiennetzwerk auch einzelne Tage buchen.

Das Ferienprogramm wird gemeinsam mit allen Kindern des Familiennetzwerkes und dem pädagogischen Fachpersonal erarbeitet. So wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse und Wünsche aller Altersgruppen bei der Gestaltung Berücksichtigung finden. Neben Schwimmbad-, Museums-, Zoo- und Theaterbesuchen bieten wir den Kindern in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, wie z.B. Bogenschießen, Angeln, Klettern etc. In der Ferienzeit ist die Holzwerkstatt geöffnet. Neben angeleiteten Projekten besteht hier die Möglichkeit, eigene Ideen mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien zu verwirklichen

Einmal im Jahr in den Sommerferien findet für 3-4 Tage eine Hortfreizeit statt. Dieses Angebot richtet sich an die Kinder und Jugendlichen der beiden Hortgruppen. Bei Auswahl und Durchführung der Angebote orientieren wir uns an den Grundsätzen der Erlebnis-pädagogik, die neben gruppendynamischen Prozessen ein intensives Naturerleben beinhalten.

„Hauptziel der Erlebnispädagogik ist die Förderung individueller Fähigkeiten zur Lebensbewältigung und die Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Kooperation und Kommunikation in der Gruppe im Alltagsumfeld. Erlebnispädagogik ermöglicht den Teilnehmern die Grenzen der eigenen Handlungskompetenz zu erproben und im angstfreien Raum der Gruppe zu lernen und zu wachsen“
(aus: Abenteuer leiten, Tom Senninger)
Bildungs- und Erziehungsprozesse

Wir verstehen die ganzheitliche Förderung von Kindern als sozialen Prozess. Jedes Kind wird nach seinen individuellen Voraussetzungen, Entwicklungsständen und persönlichen Themen gefördert, begleitet und unterstützt. Dabei verstehen wir unter Bildung sowohl:

  • Erschließen und Vermitteln von Bildungsinhalten und Lernkompetenzen
  • Fördern und Entwickeln von individuellen Kompetenzen
  • Altersgerechte Möglichkeiten innerhalb unserer Einrichtungen

Dies sollte in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und genug Ruhe-, Spiel- und Freispielphasen für die Kinder beinhalten.

„Wir wollen Kinder fördern – nicht überfordern“

In unseren Einrichtungen bieten wir viele unterschiedliche Möglichkeiten, um sich frei oder gezielt mit unterschiedlichen Bildungsbereichen auseinandersetzen zu können:

Kunst und Kreativität

  • Kreativwerkstatt
  • Großbastelprojekte
  • Materialienzugang
  • Holzwerksatt
  • Naturmaterialien für Rollenspiele im Garten/ zum Basteln drinnen
  • Erfahrungen mit unter-schiedlichen Materialien wie Gips, Ton, Speckstein, Holz

Demokratie und Politik

  • Hortkonferenzen
  • Partizipation / Mitbestimmung
  • Beschwerdemanagement
  • Abstimmungen
  • Mehrheitsbeschlüsse

Bewegung und Sport

  • Außengelände
  • Trampolin, Schaukel, Kletterbäume
  • Fußballplatz, Tischtennis
  • Kooperation mit Turnverein
  • Tischfußball
  • Schachspiel

Gesundheit, Ernährung und Umwelt

  • Ruhe und Bewegungsmöglichkeiten
  • Gesundes Essen
  • Projektarbeit
  • Kräutergarten und Blumenbeete
  • Umweltprojekt zur Nachhaltigkeit

 

Lebenspraxis

  • Selbstständigkeit
  • Planung und Organisation von Festen
  • Verantwortung für Räumlichkeiten
  • Umgang mit Medien
  • Kochen, Backen, Tischkultur
  • Hausaufgaben (Lernstrategien und Lernfreude)

Medien

  • Handy
  • Telefon
  • Bücher & Bibliothek
  • Computerzugang
  • Internetumgang
  • Softwareumgang

Musik

  • Bandproberaum
  • Singen und Musizieren
  • Workshops und Unterricht
  • Musikinstrumente (Klavier, Gitarre, Trommeln,...)

Naturwissenschaften und Technik

  • Forscherecke/Forschermaterial
  • Computerzugang
  • Lernbibliothek

 

 

 

 

 

Methoden und Organisationsformen der pädagogischen Arbeit

In der Zukunftswerksatt wird mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet. Diese sind an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Dazu gehören u.a.:

  • Rollenspiele
  • Bewegungsspiele
  • Gruppenarbeit
  • Hortkonferenzen
  • Diskussionen und reger verbaler Austausch
  • Kleingruppenarbeit
  • gemeinsames Essen
  • Malen, Schreiben, Basteln, Werken
  • Musizieren, Singen und Tanzen
  • Theater spielen
  • Freies oder angeleitetes Spielen
  • naturbezogene Aktivitäten

Der Tagesablauf in der Zukunftswerkstatt

10:00  Der Hort öffnet.

An beweglichen Ferientagen und in den Schulferien bereits um 8.00 Uhr

11:15   Nach der Schule haben alle Kinder die Möglichkeit direkt mit den Hausaufgaben zu beginnen. Aber auch der Garten und der Freizeitbereich kann genutzt werden um gut im Hort anzukommen. Die Kinder können in der Couchecke sich ausruhen, Bücher lesen und sich Spiele aus der Spielesammlung aussuchen und spielen. Sie haben auch die Möglichkeit, auf Farbkartons und bunten Papieren zu malen und damit zu basteln.

13:00   Das gemeinsame  Mittagessen beginnt.  Beim Mittagessen berichten die Kinder, was sie in der Schule und mit ihren Freunden an dem Tag oder über das Wochenende erlebt haben. Die Gruppentische bieten den Kindern die Möglichkeit, mit ihren Freunden gemeinsam zu sitzen und zu essen. Wenn Kinder Geburtstag haben, können sie von der Küche ihr Lieblingsessen wünschen und zum Nachtisch/ Snack etwas Süßes mitbringen.  

14:00   Beginn der verpflichtenden Hausaufgabenbetreuung. Bei den Hausaufgaben sind mindestens zwei Erzieher im Raum, welche die Kinder betreuen, fördern und unterstützen.

15:30   Es gibt einen gesunden Nachmittagssnack. Hier werden auch Geburtstage gefeiert. Zum Snack müssen die Kinder nicht kommen, aber an Geburtstagen gibt es Anwesenheitspflicht, um gemeinsam den Geburtstag zu feiern.

16:00   Die Freispielzeit beginnt.

18:00   Der Hort schließt

Die Räumlichkeiten

Die Zukunftswerkstatt verfügt über 300m² Raum- und 600m² Fläche. Das große Außengelände bietet den Kindern ausreichend Platz. Mit einem Fußballfeld, einem großen Trampolin, einer Nestschaukel und einer Tischtennisplatte ist eine sehr umfangreiche Freizeitgestaltung möglich.

Im Eingangsbereich unseres Hauses befindet sich ein Garderobenraum, in dem die Kinder ihre Jacken und Schuhe abstellen können. Es gibt zwei getrennte Toilettenräume für Jungen und Mädchen und jeweils eine Personaltoilette.

Zwei großzügige Multi-Funktionsräume stehen zur Verfügung: Im Aufenthaltsraum trifft sich die Gruppe an sechs Gruppentischen zu Mittagessen, Snack und freiem Spielen. Eine große Jugendtheke gibt Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch. Der Raum ist außerdem ausgestattet mit einem Tischkicker, der Leselounge, einer gemütlichen Couch-Ecke, einem Klavier und zwei großen Regalen mit Spielen und Büchern.

Vom Aufenthaltsraum aus kann man in die große Küche gelangen. Diese verfügt unter anderem über eine große Arbeitsfläche und Küchengroßgeräte, sodass dort täglich für alle Kinder des Familiennetzwerkes gekocht werden kann.

Der Hausaufgabenraum, welcher außerhalb der Hausaufgabenzeit auch als zweiter Aufenthaltsraum genutzt wird, beinhaltet mehrere große Gruppen- und Einzeltische, ein Regal für die Schulranzen der Kinder und mehreren Bastel-, Spiel- und Forschungs-möglichkeiten. Vom Hausaufgabenraum aus kann man in die beiden Büros gelangen.

An der Seite unseres Hauses befindet sich der Eingang zu unserem Keller, welcher mit einem Werkraum und einem ausgebauten Bandproben-Raum ausgestattet ist. (Der Hinterhof verfügt über einen Lagerraum für die Küche und einer Garage, welche auch als Lager dient.

Partizipation

Partizipation ist unser wichtigstes Arbeitsmittel und ist sowohl in unserem Bild vom Kind und unserer pädagogischen Arbeitsweise verankert, wie auch in gesetzlichen Grundlagen begründet.

„zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen sollen in Einrichtungen geeignete Verfahren der Beteiligung Anwendung finden“
(§45 SGBVIII)
 Unsere Hauptpflicht als Kindertageseinrichtung ist es die „Eigenverantwortlichkeit von Kindern zu fördern“
(§22/§22a/§1 SGBVIII).
 „Kinder haben das Recht auf freie Meinungsäußerung und die altersangemessene  Berücksichtigung ihrer Meinung“
(Artikel 12 UN-Kinderrechtskonvention)
 

und wir legen Wert darauf, dass Partizipation in unseren Einrichtungen nicht nur als
„Alibi-Beteiligung“ etabliert ist, sondern, dass Kinder reelle Möglichkeiten der
Mitplanung und Mitentscheidung haben

Partizipation ist für uns:

  • eine Alltagshaltung
  • ein selbstverständliches Recht für Kinder
  • Entscheidungen an Kinder abzugeben
  • Vertrauen in die Kompetenzen der Kinder zu haben

Dies kann nur im ständigen Dialog mit Kindern sowie kontinuierlichen Aushandlungs-prozessen umgesetzt werden. Wir nehmen Kinder und ihre Anliegen ernst und gestalten mit ihnen zusammen den Hortalltag. Alle Kinder haben die Möglichkeit, sich in unterschiedlicher Weise zu beteiligen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für sich und die Gruppe  zu übernehmen. Dabei vertrauen wir in die Meinungs-, Kommunikations- und Entscheidungsfähigkeit von Kindern und stärken mit partizipativen Strukturen die

  • Persönlichkeit der Kinder
  • Selbstvertrauen
  • Eigenverantwortlichkeit
  • Selbstständigkeit
  • Selbstwirksamkeit
  • Demokratiebildung
  • Meinungsbildung
  • Gemeinschaftsgefühl
  • Verantwortlichkeit

Was bedeutet Partizipation für Erwachsene?

Den Kindern Entscheidungsräume zu öffnen, die Selbstorganisation von Kindern zu fördern  und qualitativ abgesicherte Beteiligung zu bieten heißt für uns:

  • Bereitschaft, Beteiligung von und mit Kindern zu leben
  • Strukturen für Beteiligung zu schaffen
  • Beteiligungsprozesse durch Fachkräfte zu begleiten
  • Ausreichende Zeit- und Raumressourcen zu schaffen
  • Beteiligung für alle Kinder zu ermöglichen
  • Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen

Ein wichtiger Aspekt von Partizipation ist eine Verschiebung von Entscheidungsmacht zugunsten von Kindern und Jugendlichen und damit ein Machtverzicht von Erwachsenen.

„Wir trauen Kindern Lösungen und Entscheidungen zu und
unterstützen sie dabei eigenverantwortlich zu handeln“

Partizipation heißt für uns, Kindern eine gleichwertige Stimme zu geben, mit ihnen gemeinsam in kommunikative Aushandlungsprozesse zu kommen und ihre Entscheidungen mitzutragen. Dabei sind wir uns der Tatsache bewusst, dass Lösungswege, Ideen, Vorhaben und Umsetzungsmöglichkeiten der Kinder aus „Erwachsenenaugen“ durchaus ungewöhnlich sein können.

Mit unserer Entscheidung in unseren Einrichtungen Partizipation zu leben haben wir uns dazu entschieden, Kinder Entscheidungsmacht zu geben, mit ihnen in den Dialog zu gehen und zusammen Wege zu erarbeiten. Immer vor dem Hintergrund, dass Kinder fähige und kompetente Persönlichkeiten sind, welche ernstzunehmend sind. Gleichzeitig wollen wir mit einer partizipativen Haltung erreichen, dass Kinder sich als Persönlichkeiten wahrnehmen, welche etwas bewirken können und Einfluss auf ihre Umwelt nehmen können. Dies ist im Hinblick auf die Zukunft in einer demokratischen Gesellschaft ein positiver Nebeneffekt. Partizipation bedeutet aber nicht, dass Kinder keine Grenzen und Regeln aufgezeigt bekommen. Wir erachten diese Rahmenbedingungen als genauso wichtig wie das Recht auf Mitbestimmung und Teilhabe. Partizipation ist also nicht als „Wunschkonzert“ zu verstehen, welche in jedem Zusammenhang stattfindet. Es gibt bei uns festgelegte Regeln, an die sich die Kinder halten müssen und bei denen kein Spielraum besteht.

Das funktioniert! Freiheiten haben – mitbestimmen könnenund trotzdem die Fürsorgepflicht einhalten

Dazu gehören:

  • Erledigung von Hausaufgaben
  • Verlassen des Geländes                              
  • Tischkultur
  • Gefahrensituationen
  • Umgangsregeln

Gelebte Alltagsdemokratie bietet dem Kind weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten und ein ideales Lern- und Übungsfeld“ und ist der Schlüssel für gelingende Aneignungs- und Bildungsprozesse.  (BEP 2015:107).

Kinder können, wollen und sollen sich beteiligen. Partizipation kann aber  nur funktionieren, wenn Angebote zur Beteiligung den Interessen und Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Dann kann man großes Engagement und Ausdauer beobachten. Wichtige Faktoren sind dabei echte Gestaltungsmöglichkeiten, Ernsthaftigkeit, Kreativität und Anerkennung. Zu diesem Zweck haben wir Partizipation strukturell im pädagogischen Alltag verankert und mit unterschiedlichen Methoden sichtbar gemacht.

Kinder sollen damit die Möglichkeit bekommen sich zuständig für sich und Gruppen-bedürfnisse zu fühlen, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen.

Kinder üben sich im Alltag besonders intensiv:

  • in ihrer Selbstwirksamkeit
  • im Äußern, Begründen und Vertreten eigener Sichtweisen
  • dem Wahrnehmen und Respektieren anderer Wahrnehmungen
  • einer lösungsorientierten Denkweise
  • der fairen Auseinandersetzung mit Themen und Fragestellungen
  • in ihrer Kompromissfähigkeit
  • im Erlernen einer Gesprächskultur
  • der Planung von Ideen und Vorhaben
  • der Organisation und Umsetzung von eigenen Ideen
  • dem Abwägen von Möglichkeiten
  • dem Recherchieren von Informationen und Abläufen
  • dem Umgang mit Erfolg und auch Misserfolg

Die Beteiligungsmöglichkeiten

Wir bieten im Familiennetzwerk viele Möglichkeiten zur Beteiligung und machen diese Möglichkeiten sichtbar.

  • Anliegen der Kinder haben eine Plattform
  • Organisation und Umsetzung von Projekten
  • Gestaltung des Hortalltages
  • Regelerarbeitungen
  • Planung und Durchführung von Festen und Feiern
  • Mitwirkung bei Planung und Gestaltung der Ferienprogramme
  • Gestaltung der Räumlichkeiten
  • Anschaffung von neuen Spielgeräten
  • Mitwirkung beim Speiseplan
  • Hortkonferenzen
  • Beschwerdekasten und Wunschbox
  • Gesprächskultur und partizipative Haltung der Erwachsenen
Die Hortkonferenzen
„Ich kann etwas sagen und hören – Ich kann etwas bewirken – ich äußere was mir wichtig
 

Die Hortkonferenzen gelten als Plattform für Mitteilungen und Selbstwirksamkeit sowie als Sprachrohr für die Kinder. Diese finden regelmäßig und altersentsprechend gestaltet statt.

  • Der zeitliche Rahmen, der Termin sowie zu bearbeitende Themen sind durch Plakate, Whiteboard und Elternmails transparent gemacht und für alle zugänglich.
  • Jedes Kind besitzt eine Wahlstimme kann diese frei einsetzen.
  • Abstimmungen basieren auf Mehrheitsentscheidungen.
  • Eine wöchentlich wechselnde „Hortkonferenzvorbereitungsgruppe“ ordnet Themen und leitet die Konferenz
  • „stellvertretende Kleingruppen“, sogenannte „Arbeitsgruppen“ beschäftigen sich stellvertretend für die Gruppe mit bestimmten Themen, planen, entscheiden und tragen Ergebnisse in die Konferenzen zurück. Der Hortsprecher trägt Ergebnisse der ganzen Gruppe an den Vorstand der Einrichtung.
  • Die Ergebnisse der Konferenzen werden sowohl am Whiteboard ausgestellt, wie auch per Mail an die Eltern geschickt. Zugleich werden die Protokolle für alle Kinder erreichbar aufgestellt.
  • Damit die Konferenzen gut gelingen, greifen wir auf unterschiedliche Visualisierungs-methoden zurück. Diese unterstützen es, Themen, Abstimmungsergebnisse, Auswahlverfahren und Abläufe zu verdeutlichen.
Der Übergang Kindergarten – Schule (Transitionen)

Im Verlauf des Lebens werden Menschen häufig mit Übergängen konfrontiert. Auch Kinder sind davon schon sehr früh betroffen. Bedingt durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse und die Relevanz einer Erwerbstätigkeit werden schon Kleinstkinder mit Übergängen konfrontiert. Krippeneinrichtungen bauen aufgrund der hohen Nachfrage ihre Plätze massiv aus und auch der Besuch von Kindertagesstätten ist mittlerweile Normalität geworden.

Einen großen Umbruch stellt der Übergang von der Kita in die Grundschule dar. Gewohnte Abläufe und Tagesstrukturen verändern sich, neue Anforderungen und Leistungsansprüche erwarten das Schulkind. Gleichzeitig wächst die Neugier und Spannung auf den neuen Lebensabschnitt, auf neue Freunde, auf neues Wissen und auf das „Groß-werden“.

Insbesondere bei diesem spannenden Übergang möchten wir Kinder und ihre Familien gut begleiten. Dafür bieten wir unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Schnuppertage vor Schulbeginn
  • sensibel geführte Eingliederung der Kinder
  • altersgerechte Hausaufgabenbetreuung
  • Begleitung des Schulweges und Vermittlung von Verkehrssicherheit
  • Stärkung des Gruppengefühls und der Selbstständigkeit
  • Stabilität durch klare Tagesstrukturen
  • spielerische Vermittlung von Lernkompetenzen
  • ausreichende Spiel- und Ruhephase

Der Übergang Hort Uferstraße – Zukunftswerkstatt

Nach der 1. oder 2. Klasse erfolgt ein weiter Übergang in die Zukunftswerkstatt. Dieser Wechsel innerhalb beider Einrichtungen ist für jedes Kind gesichert und verläuft automatisch ohne weitere Anmeldung zum jeweiligen Schuljahresbeginn.

Durch die gemeinsame Vernetzung der Einrichtungen in Form von gemeinsamen Festen, Ferienprogrammen und beweglichen Ferientagen sind die Kinder bereits mit Räumlichkeiten, Kindern und Erziehern der Zukunftswerkstatt vertraut. 

Durch den Übergang in die Zukunftswerkstatt ergibt sich für die Kinder:

  • ein neuer Hortweg, den wir mit ihnen besprechen und die älteren Kinder darauf aufmerksam machen, welche Kinder wechseln und in welcher Gruppenkonstellation sie zukünftig laufen werden. 
  • Intensivere Beteiligungsverfahren
  • mehr Selbstständigkeit
  • mehr „offene“ Räume

Der Übergang Grundschule – weiterführende Schule

Hier bieten wir bei Bedarf Elterngespräche an um Eltern über den individuellen Entwicklungsstand zu informieren. Eine Vernetzung mit den ortsansässigen, weiter-führenden Schulen ist in Planung.

Beobachtung, Dokumentation, Planung der kindlichen Bildungsverläufe

In unserem pädagogischen Handeln spielt die sensible Beobachtung und Wahrnehmung von kindlichen Bedürfnissen und Interessen eine tragende Rolle. Wir legen Wert darauf, Beobachtungen und Bildungsthemen zu kommunizieren, aufzugreifen, darzustellen und zu reflektieren. Dazu sind unterschiedliche Möglichkeiten fest  verankert:

Horthefte

In den Hortheften werden tägliche Rückmeldungen zu der Erledigung der Haus-aufgaben eingetragen. So sind Eltern über Lernerfolge, Lernschwierigkeiten oder das Verhalten ihres Kindes informiert.

Hortkonferenzwand

Am Whiteboard haben alle Kinder täglich die Möglichkeit, ihre Interessen, Anliegen, Themen oder ähnliches aufzuschreiben. Auch Abstimmungsergebnisse werden hier sichtbar gemacht.

Protokolle der Hortkonferenzen

Die Vorbereitungsgruppe, Themen, Tagesordnungen, Überlegungen, Sichtweisen und Vorgehensweisen, Projekte sowie Ergebnisse und Abstimmungen werden in den Protokollen festgehalten. Diese sind für alle Personen zugänglich im Protokollordner und werden per Mail an die Eltern geschickt.

Mitteilungsplakate zu Interessenthemen der Kinder

Ausstellungsmöglichkeiten für die Kinder

In den Räumlichkeiten der Zukunftswerkstatt finden sich viele Möglichkeiten für Kinder, ihre Werke und Meinungen auszustellen. Unter anderem in der Kreativ-werkstatt in Form einer „Galerie“, Vitrinen und Bilderrahmen zum Ausstellen, Fotos sowie ein Wochenplan.

Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf

Wir schätzen und achten alle Kinder  - unabhängig von den individuellen Entwicklungs-voraussetzungen, dem kulturellen oder sozioökonomischen Hintergrund. Jedes Kind hat das Recht darauf seinen individuellen Bedürfnissen nach gefördert und begleitet zu werden. Wichtig ist es uns dabei Vielfalt wertzuschätzen und Kinder zu sensibilisieren für Unterschiedlichkeiten. Uns ist es wichtig allen Unterschiedlichkeiten gegenüber aufgeschlossen zu sein. Durch eine tolerante und Wertschätzende Alltagshaltung  sowie Projekte mit den Kindern wollen wir Akzeptanz, Interesse und ein gemeinschaftlichen Umgang miteinander fördern.

Besonderer Förderbedarf kann sich auf unterschiedlichen Ebenen zeigen… Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, Lernschwierigkeiten oder erhöhter Begleitungsbedarf im Umgang mit anderen Kindern. Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir Kinder wie auch ihre Familien um die bestmöglichsten Bedingungen zu schaffen.  Dies zeigt sich in regelmäßigen Elterngesprächen, einer kontinuierlichen Beobachtung der Kinder und fördernden, pädagogische Angeboten für die Kinder.  Wir arbeiten auch mit unterschiedlichen Institutionen zusammen um eine gute Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf leisten zu können:

  • Frühförderstelle
  • Familien- und Jugendberatung Hanau
  • Lawine Hanau
  • SPZ Offenbach
  • Stadt Hanau
Die Elternarbeit

Anmeldegespräch und Aufnahmeverfahren

Der erste Kontakt mit den Eltern bzw. einem Elternteil besteht in der Regel beim Anmeldegespräch. In einem persönlichen Gespräch haben Eltern die Möglichkeit:

  • die Einrichtung kennen zu lernen
  • sich die Räumlichkeiten anzuschauen
  • Informationen zum Tagesgeschehen, Kosten und den Aufnahmeregelungen zu erhalten
  • vorläufige Anmeldeformulare mitzunehmen

Im weiteren Verlauf treten wir zum Ende des Kalenderjahres vor der Einschulung mit den Eltern in Kontakt und fragen noch einmal ab, ob das Interesse des Hortplatzes weiterhin besteht. Zum Jahresbeginn wird anschließend in der Sozialraumabstimmung darüber entschieden, welche Kinder in welchen Einrichtungen aufgenommen werden. Im Familiennetzwerk haben

  • Geschwisterkinder
  • Kinder von Alleinerziehenden

Vorrang bei der Vergabe der Betreuungsplätze. Ansonsten entscheidet der Vorstand über die Aufnahme der Kinder und orientiert sich hierbei u.a. an der Berufstätigkeit der Eltern und dem Termin der Anmeldung.

Nach der Sozialraumabstimmung informieren wir die Eltern schriftlich darüber, ob sie den Betreuungsplatz erhalten haben und schicken ihnen gegebenenfalls die Verträge zu. Um das Anmeldeverfahren abzurunden, bieten wir eine Informationsveranstaltung an, zu der alle potentiellen neuen Eltern eingeladen sind. Dieser Elternabend kann zur abschließenden Fragenklärung genutzt werden und dient darüber hinaus zum ersten Kennenlernen der Elternschaft. Diese Veranstaltung wird außerdem gerne zur Vertragsunterzeichnung genutzt, sodass das Anmeldeverfahren häufig an dieser Stelle abgeschlossen wird.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern

Das Familiennetzwerk Hanau e.V. wurde als Elterninitiative gegründet. Daher ist die Zusammenarbeit mit den Eltern eine Herzensangelegenheit des Vereins. Dabei ist uns bewusst, dass eine Zusammenarbeit immer auf der Bereitschaft und dem Interesse der Eltern fundiert. Wir haben Verständnis dafür, dass Eltern ihre persönlichen Schwerpunkte nicht zwangsläufig auf den Hort ausrichten. Infolgedessen erkennen wir an, dass

  • die Schule für Eltern die wichtigste Instanz ist
  • Familien auf der Suche nach Entlastung und nicht nach zusätzlicher Belastung sind
  • Eltern bereits viele Erfahrung mitbringen.
  • Die Kinder zunehmend selbstständiger werden und sich Interessen verschieben und nach außen verlagern

Die Transparenz in der Elternarbeit

Uns ist wichtig, dass Eltern über das Geschehen im Hort informiert sind. Hierzu nutzen wir verschiedene Medien, wie den persönlichen Kontakt als Austauschmöglichkeit durch Tür- und Angelgespräche, kommunizieren über Flugzettel z.B. zwecks des Ferienprogramms. Außerdem haben wir eine Informationswand im Eingangsbereich beider Einrichtungen, an der sich die Eltern über Aktuelles informieren können. Generell ist unser Hauptmedium zum Informationsaustausch aber der schriftliche Verkehr per E-Mail.

Hierüber informieren wir über Termine, aktuelle Themen und versenden beispielsweise Hortprotokolle. Des Weiteren machen wir die Ergebnisse der einmal jährlich stattfindenden Evaluation transparent und versenden diese per E-Mail an die Eltern.

Besonders wichtig in Bezug auf Elternarbeit ist uns, den Kontakt zu den Eltern zu pflegen. Dazu nutzen wir: 

  • die Abholsituation
  • Telefon und Mailkontakte
  • Elternabende
  • Entwicklungsgespräche, je nach Bedarf und Wunsch

An Elternabenden informieren wir nicht nur themenspezifisch, sondern bieten auch Möglichkeit zum persönlichen Gespräch. Zudem bieten wir den Eltern an, je nach Bedarf und Wunsch der Eltern Entwicklungsgespräche zum Entwicklungsstand ihres Kindes wahrzunehmen. Bei Problematiken oder anderen Dringlichkeiten kommen wir aber selbstverständlich auf die Eltern zu.

Die Beteiligung der Eltern

Die Beteiligung der Eltern findet bei Elternabenden und Festen statt, insbesondere beim alljährlich stattfindenden Seifenkistenrennen. Einmal jährlich können sich Eltern außerdem beim Evaluationsbogen beteiligen. Des Weiteren haben sie die Möglichkeit jederzeit Beschwerden und Verbesserungsvorschläge anzubringen, was auch als Beteiligung gewertet werden kann. Zusätzlich zu der reinen Elternbeteiligung möchten wir an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass Eltern im Familiennetzwerk eine Doppelrolle einnehmen und sich auch als Mitglieder beteiligen können

Das Beschwerdemanagement

Als Beschwerde wird eine kritische Äußerung angesehen, welche mündlich oder schriftlich geäußert werden kann. Wir sind offen gegenüber Kritik und Beschwerden, da diese zur Weiterentwicklung unserer Qualität dienen. Geht eine Beschwerde ein wird diese entweder:

  • in Eigenregie von den Fachkräften bearbeitet
  • angenommen und an die betreffende Person weitergeleitet
  • an den Vorstand weitergeleitet und dokumentiert

Uns ist es wichtig Beschwerden zu hinterfragen und zu erfahren, um welches Problem es geht. Wir haben einen standardisierten Vorgang zur Erfassung und Bearbeitung von Beschwerden erarbeitet.

Zum Schutz vor Gewalt und zur Sicherung der Kinderrechte haben die Kinder und deren Eltern in unserer Einrichtung:

„unterschiedliche Möglichkeiten zur Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten
gemäß § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII“

Wir wollen Kindern damit zu Empathiefähigkeit, Gesprächskompetenz und Selbstbewusst-sein verhelfen, indem wir ihnen Raum und Begleitung für die Äußerungen von Unmut und Beschwerde zusichern. Die Kinder und deren Eltern sind mit der Beschwerdekultur vertraut.

Unsere Beschwerdekultur wird von folgenden Grundannahmen getragen:

  • Wir sind unvoreingenommen
  • Wir nehmen alle Belange der Kinder/Eltern ernst
  • Wir haben Respekt gegenüber den  Eindrücken und Gefühlen der Kinder/Eltern
  • Wir gehen Beschwerden verbindlich nach
  • Wir erarbeiten Lösungen gemeinsam u. möglichst zur Zufriedenheit aller Beteiligten
  • Wir achten dabei auf einen respektvollen und wertschätzenden Umgangston

Die Beschwerdemöglichkeiten

  • kontinuierliche Ansprechpartner innerhalb der Einrichtung
  • jederzeit die Möglichkeit zur Beschwerde
  • Beschwerdemöglichkeit bei allen Mitarbeitern und ggf. dem Vorstand
  • die Möglichkeit, auch bei der Leitung Beschwerden anzubringen
  • Möglichkeit eines separaten, geschlossenen Raumes für vertrauliche Einzelgespräche 

Zusätzliche Beschwerdemöglichkeit für Kinder:

  • Für Beschwerden kann auch der „Beschwerdekasten“ genutzt werden,  in dem Beschwerden oder Kritik anonym eingeworfen werden können
  • In regelmäßigen Hortkonferenzen können Beschwerden geäußert und besprochen und/oder an die Hortkonferenzwand angeschrieben werden
  • die Möglichkeit von sofortigen Kinderversammlungen bei Notwendigkeit
  • an Magnetwand und Plakaten können Kinder sich sichtbar äußern
  • evtl. wird es Kinderinterviews geben

Zusätzliche Beschwerdemöglichkeit für Eltern:

  • per E-Mail, Telefon oder auf anonymem Weg einmal im Jahr per Evaluationsbogen

Das Beschwerdeverfahren

Die Beschwerde wird von jedem angenommen.

Fällt die Beschwerde in den eigenen Zuständigkeitsbereich, wird überprüft, ob das Problem direkt gelöst werden kann. Fällt die Beschwerde nicht in den eigenen Zuständigkeitsbereich,hören wir uns die Beschwerde an und versuchen, zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Wir erarbeiten dann Lösungen gemeinsam und möglichst zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Wenn nötig werden Gespräche mit anderen Kindern geführt oder Eltern mit einbezogen. Bei nicht sofort lösbaren Beschwerden werden ggf. die Eltern / die Leitung der Vorstand informiert / einbezogen. Bei schwerwiegenden Beschwerden wird  nach Einreichen der Beschwerde ein Beschwerdeformular vom Mitarbeiter ausgefüllt und entsprechend darauf reagiert, z.B. weiteres Vorgehen einleiten und den Vorstand informieren / an zuständige Behörde (z.B. Jugendamt) weiterreichen.

Kooperation mit anderen Einrichtungen und Personen

Eine verantwortungsvolle pädagogische Arbeit ist nur durch eine gute Zusammenarbeit von Hort, Schule und anderen pädagogischen Einrichtungen gewährleistet. Hier finden regelmäßige Gespräche und ein bedarfsorientierter Austausch statt.

Kitas und Schulen

  • mit dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung der Stadt Hanau
  • die Familientagesstätte („Famta“) Steinheim
  • die konfessionellen Kitas: Katholischer Kindergarten St. Johann Baptist
  • die Pfarrgemeinde St. Nikolaus
  • die Kindertagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde
  • die städtische Einrichtung in der Hermann-Ehlers-Str.
  • die beiden Grundschulen: Theodor-Heuss-Schule und Geschwister-Scholl-Schule
  • Johann-Hinrich-Wichern-Schule
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen in Hanau und Umkreis durch SchülerpraktikantInnen

Sonstige Institutionen

  • die Familien und Jugendberatung und das Jugendamt der Stadt Hanau
  • das Gesundheitsamt in Gelnhausen
  • Kooperation mit der alevitischen Gemeinde Hanau
  • Arbeitskreis Sozialraumabstimmung Steinheim. Ausbildungsinstitutionen, z.B.
  • Je nach Bedarf Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei, Kirche, ASB (1.Hilfe-Angebot)
  • dem Verein Sprungbrett,
  • der Freiwilligen Agentur Hanau
  • Kinderschutzrelevante Anlaufstellen (s. Kinderschutzkonzept)

Durch diesen regen Austausch mit anderen Institutionen können wir eine gute und ganzheitliche Förderung jeden einzelnen Kindes erreichen. Hinsichtlich des musikalischen Bereichs haben wir neben der guten Ausstattung an Musikinstrumenten in beiden Einrichtungen und dem Bandprobenraum in der Zukunftswerkstatt Unterstützung durch einen Musiker, der immer wieder an Freitagen oder in den Ferien mit den Kindern musiziert. 

Vernetzung mit den Vereinen im Stadtteil Steinheim

und ebenso in den umliegenden Ortschaften statt. Dazu gehören Vereine wie

  • der TFC Steinheim, der uns regelmäßig seine Vereinshalle für Ferienangebote zur Verfügung stellt
  • der Imkerverein Hanau
  • der Angel- und Schlepperverein Klein-Auheim
  • das Streuobstwiesenzentrum am Lohrberg
  • die Fasanerie Klein-Auheim
  • der Gemüsehof Wurbst in Klein-Auheim
Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

Unsere Einrichtungen und die dortige pädagogische Arbeit werden von unseren Mitarbeitern eigenständig und kompetent geleitet, ausgestaltet und umgesetzt. Daher sehen wir Mitarbeiter als tragende Pfeiler von guter Arbeitsqualität und wir legen deshalb großen Wert auf Eignung Förderungsmöglichkeiten zur Weiterentwicklung von Kompetenzen und Sicherung der Arbeitsqualität.

In den Horten des Familiennetzwerkes finden bei der Personalplanung der

  • § 72 a SGBVIII  (Tätigkeitsausschluss)
  • §§ 30 Abs. 5 und §§ 30a Abs.1 (Überprüfung der Eignung)

Anwendung.

In beiden Einrichtungen arbeiten hauptamtlich zwei pädagogisch ausgebildete Fachkräfte in Voll- und Teilzeit sowie pädagogische Auszubildende. Alle Mitarbeiter müssen in regelmäßigen Abständen erweiterte Führungszeugnisse einreichen. Zum Schutz von Kindern müssen alle Mitarbeiter den Verhaltenskodex unterschreiben (s. Kinderschutzkonzept). PraktikantenInnen werden Anleitungs- und Reflexionszeiten zur Verfügung gestellt.

Damit die Qualität der pädagogischen Arbeit konzentriert und kontinuierlich gesichert,  weiterentwickelt und überprüft werden kann sind  unterschiedliche Maßnahmen in unseren Einrichtungen etabliert:

  • Möglichkeiten zur Supervision
  • Regelmäßige Schulungen (Hygienebelehrungen, Brandschutz, Erste-Hilfe)
  • Interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten
  • Wöchentliche Klein- und Großteamsitzungen
  • Monatliche Vorstand- Teambesprechungen
  • Vorbereitungszeiten
  • Fachliteratur
  • Dokumentationsverfahren
  • Praxisanleitung von Praktikanten*innen
  • Mitarbeitergespräche
  • Selbstevaluation

Die regelmäßigen Kleinteam-Sitzungen dienen der Besprechung von pädagogischen, strukturellen, organisatorischen Aspekten der alltäglichen Tagesgestaltung, der Wochenplanung und zum Austausch der Fachkräfte. Die Verzahnung der beiden Hort-einrichtungen wird durch wöchentliche Großteamsitzungen gewährleistet. Alle Mitarbeiter sowie PraktikantenInnen nehmen daran teil. Gemeinsam werden Ferienprogramme und Projekte geplant, Ausflüge organisiert, konzeptionelle Ausgestaltungen sowie hort-übergreifende Themen besprochen. An dieser Stelle besteht auch die Möglichkeit für Fallbesprechungen und Selbstreflexionen. In regelmäßigem Abstand von vier Wochen nimmt der 1. Vorstandsvorsitzende an den Großteamsitzungen teil, um eine Verknüpfung zwischen dem Vorstand und dem Team zu gewährleisten.

Die unterschiedliche Ausgestaltung der Teamsitzungen hat neben den alltäglichen Besprechungen, den Schwerpunkt der Weiterentwicklung und Überprüfung von Zielsetzungen. So werden Inhalte wie u.a. Partizipation, Bildungsarbeit, Kinderschutz, Nachhaltigkeit oder kompetenzbezogene Projektarbeit thematisiert, entwickelt oder überprüft und ggf. verändert. Anlässe dafür können neben rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auch Impulse von Kindern, Eltern, MitarbeiterInnen oder von der Leitungsebene sein. So wird das ganze Team in den Qualitätssicherungs- und Weiterentwicklungsprozess miteinbezogen. Protokolle und Ergebnissicherungen sowie Verfahrensabläufe (Kinderschutz, Beschwerdemanagement)  sind für alle Mitarbeiter  zugänglich.

Bei Fortbildungen und Supervisor arbeiten wir mit externen Institutionen zusammen. Unter anderem:

  • der Arbeiterwohlfahrt
  • dem Elisabethenstift,
  • dem roten Kreuz
  •  der der Lawine e.V.

Die Veranlassung, Finanzierung, Leitung, Koordination und Umsetzung der Maßnahmen liegen in der Verantwortung der Einrichtungsleitungen und des Vorstandes.

Neben qualifiziertem Personal und einer sichernden Besprechungsstruktur legen wir ebenso viel Wert auf die qualitative Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit und der Einrichtungen.

Im Jahr 2015/2016 wurde in mehreren Teamfortbildungen die konzeptionelle Struktur der Einrichtungen überarbeitet und angepasst. In Bezug auf die Qualitätssicherung sind wir zurzeit in intensiver Auseinandersetzung.

„Lernort Praxis“

Wir verstehen uns nicht nur als Horteinrichtung für Kinder, sondern sehen uns außerdem als Ausbildungsort für verschiedene Rubriken, zum Beispiel differenziert in die Oberkategorien hauswirtschaftlicher und pädagogischer Bereich. Regelmäßig eröffnen wir PraktikantInnen die Möglichkeit unsere Arbeitsbereiche kennenzulernen.

Genutzt wird diese Gelegenheit unter anderem von Fachabiturienten, ErzieherInnen im Anerkennungsjahr, Bundesfreiwilligendienstlern oder Personen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Hierbei handelt es sich um Langzeitpraktikumsplätze, die meist auf ein Jahr befristet sind. Wir nehmen aber auch Schulpraktikanten auf, die unser Alltagsgeschehen für kürzere Dauer verfolgen möchten.

Wir vermitteln fachliche Standards, teilweise in Kooperation mit Fachschulen, z.B. mit Fachschulen für Pädagogik. Diese übernimmt die theoretische Ausbildung vielfältiger Kompetenzen für die berufliche Praxis. In der Schule lernen sie in spezifischen Unterrichts-einheiten Erziehung und Betreuung von Kindern zu gestalten und die Entwicklung und Bildung von Kindern zu fördern.  Des Weiteren lernen sie die Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Kinder zu achten und mit Eltern, Schule und anderen Institutionen zusammen zu arbeiten. Bei uns sollen sie in der praktischen Ausbildung die im Unterricht erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten anwenden und vertiefen. Wir sind also gewisser-maßen die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, die es zu verknüpfen gilt.

Hier sehen wir uns als wichtiger Partner, die angehenden Erzieher und Erzieherinnen, aber auch Praktikanten der allgemeinbildenden Schulen und der Fachschulen kompetent zu begleiten und auszubilden. 

Des Weiteren befragen wir einmal jährlich die Eltern innerhalb eines Evaluationsbogens zu den Themen  Hausaufgaben, Hortweg, Personalsituation, uvm. Außerdem denken wir über die Einführung von Kinderinterviews nach.

Die Öffentlichkeitsarbeit

Das Familiennetzwerk Hanau e.V. nutzt verschiedene Formen der Öffentlichkeitsarbeit mit unterschiedlichen Hintergründen.

Wir veranstalten mehrere interne Feste, zu denen teilweise Geschwisterkinder, die Eltern oder die Familien eingeladen sind, bspw. eine Faschingsfeier, ein Sommerfest, das Luciafest, eine Halloweenparty und veles andere mehr.

Wir sind außerdem Ausrichter des größten Seifenkistenrennens Deutschlands. An diesem Event nehmen sowohl interne als auch externe Kinder teil. Eingespannt sind außerdem viele Vereinsmitglieder, die Familien der Kinder und weitere freiwillige Helfer. Das Seifenkisten-rennen repräsentiert nicht nur den Verein, sondern die Ortschaft Hanau-Steinheim. Beispielsweise wurden bereits Dokumentationen über das Rennen im ZDF gezeigt und deutschlandweit ausgestrahlt.

Neben dieser Zusammenarbeit mit dem Fernsehen stehen wir außerdem in Zusammenarbeit mit der regionalen Presse. Häufig werden Zeitungsberichte über Aktivitäten des Familien-netzwerkes in der Zeitung veröffentlicht.

Des Weiteren haben wir eine eigene Homepage über den Verein und eine separate über das Seifenkistenrennen. Dies dient unter anderem zur Information für Eltern und externe Interessenten und zur Transparenz des Vereins. 

Kinderschutz

Das Kinderschutzkonzept ist gesondert in Anlage 2 einzusehen.